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Das Wartungsmodul im Überblick

Das Wartungsmodul hält für jedes Gerät fest, welche Wartungen vorgeschrieben sind, wann sie fällig werden und was tatsächlich durchgeführt wurde. Es ersetzt Wartungslisten in Tabellen und liefert einen lückenlosen, prüffähigen Nachweis.

Sie finden es in der linken Navigation unter Wartung, mit den beiden Unterpunkten Wartungsübersicht und Arbeitskarten.

Die drei Grundbegriffe

Das gesamte Modul beruht auf drei Bausteinen. Wenn Sie diese drei verstanden haben, erklärt sich alles Weitere von selbst.

1. Arbeitskarte — die Vorschrift

Eine Arbeitskarte beschreibt eine wiederkehrende geplante Wartungsaufgabe, so wie sie im Wartungshandbuch des Herstellers steht. Beispiel: „Standard Service Dock 2, alle 6 Monate oder 4.500 Betriebsstunden oder 1.500 Flüge".

Die Arbeitskarte legt fest:

  • welche Gerätemodelle betroffen sind

  • welche Auslöser die Fälligkeit erzeugen (Kalender, Betriebsstunden, Flüge)

  • wer die Arbeit durchführen darf

  • welche Checkliste den Prüfumfang abbildet

  • auf welchem Manual und welcher Revision die Karte beruht

Eine Arbeitskarte ist eine Vorlage. Sie enthält keine Termine und keine Gerätedaten.

2. Wartungsposition — die Vorschrift, angewandt auf ein Gerät

Sobald Sie eine Arbeitskarte einem Modell zuordnen, entsteht für jedes Gerät dieses Modells eine Wartungsposition. Sie ist die Zeile, die Sie in der Wartungsübersicht sehen.

Die Wartungsposition trägt den Startpunkt (wann wurde diese Aufgabe zuletzt erledigt, bei welchem Stundenstand), daraus die berechnete Fälligkeit, einen optionalen Termin und den Ampelstatus.

3. Wartungsereignis — der Nachweis

Wenn eine Wartung durchgeführt wurde, erfassen Sie ein Wartungsereignis. Es hält fest, wer wann was mit welchem Ergebnis gemacht hat, und welche Dokumente dazu vorliegen.

Ein erfasstes Ereignis setzt den Startpunkt der Wartungsposition neu — die nächste Fälligkeit rollt weiter. Ereignisse werden nie überschrieben: Änderungen laufen ausschließlich über eine begründete Korrektur.


Wie die Bausteine zusammenhängen


Der Ampelstatus

Jede Wartungsposition trägt einen Status. Er wird laufend neu berechnet und bestimmt die Farbe in der Übersicht.

Status

Bedeutung

OK

Alles im grünen Bereich

Demnächst

Die Fälligkeit rückt näher — Planung beginnen

Fällig

Die Wartung steht an

Überfällig

Der Termin ist samt Toleranz überschritten

Bei Bedarf

Anlassbezogene Arbeit ohne Intervall — wird nie von selbst fällig

Nicht initialisiert

Es fehlt der Startpunkt, die Fälligkeit kann noch nicht berechnet werden

Inaktiv

Die zugehörige Arbeitskarte ist deaktiviert

Wie die Schwellen berechnet werden

Beim Kalenderintervall zählt der Abstand zum Fälligkeitsdatum:

  • mehr als 90 Tage → OK

  • 90 bis 31 Tage → Demnächst

  • 30 Tage bis zum Termin → Fällig

  • nach Ablauf des Termins zuzüglich der Toleranztage → Überfällig

Bei Betriebsstunden und Flügen zählt der verbleibende Anteil der Grenze:

  • mehr als 25 % Rest → OK

  • 25 % bis 10 % Rest → Demnächst

  • weniger als 10 % Rest → Fällig

  • Grenze überschritten → Überfällig

Hat eine Arbeitskarte mehrere Auslöser, gilt immer der kritischste. Die Spalte in der Übersicht zeigt an, welche Grenze gerade begrenzend wirkt.

Prognose bei Nutzungsgrenzen: Für Stunden und Flüge schätzt das System aus der bisherigen Nutzung, in wie vielen Tagen die Grenze erreicht wird. Diese Prognose greift erst, wenn der Startpunkt mindestens 14 Tage zurückliegt — vorher fehlt eine belastbare Nutzungsrate.


Typischer Ablauf beim Einrichten

  1. Arbeitskarten anlegen — Ihr Wartungsprogramm aus dem Herstellerhandbuch abbilden

  2. Modelle zuordnen — festlegen, für welche Gerätetypen die Karte gilt

  3. Geräte initialisieren — für jedes Gerät den Startpunkt erfassen

  4. Fälligkeiten prüfen und Termine planen — in der Wartungsübersicht

  5. Durchgeführte Wartungen erfassen — mit Nachweisdokumenten

Die Schritte 4 und 5 sind danach Ihr laufender Betrieb.


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